Barth - Lexikon

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Sowjetisches Ehrenmal

Das Ehrenmal, verbunden mit Grabstätten, befindet sich an der Rückfront des ehem. Fräuleinstiftes am Platz der Freiheit.

Auf dem Areal des Ehrenmals fanden 13, in Barth an ihren Kriegsverletzungen verstorbenen Soldaten der Roten Armee sowie 20 sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter ihre Ruhestätte. Letztere wurden 1948 aus der Umgegend von Franzburg hierher überführt.

Das Ehrenmal besteht aus einer aufrecht stehenden steinernen Reliefplatte. Diese ist zur Straße hin von einer getreppten Freifläche umgeben. Die Anlage nimmt eine Gesamtfläche von etwas mehr als 100 m2 ein.

Die grundlegende Gestaltung des Ehrenmals geht auf das Jahr 1968 zurück. Das damals errichtete große (Halb-) Relief des Doberaner Bildhauers Reinhard Schmidt (1917–1980, zeitweise tätig an der Fachschule für angewandte Kunst Heiligendamm) zeigt eine Gruppe uniformierter und bewaffneter Soldaten sowie eine Inschrift u. a. mit den Namen und Lebensdaten der 13 Soldaten.

In den vergangenen Jahren nahmen Teile der Anlage starken Schaden. Mit Hilfe von Mitteln der Städtebauförderung war es 2015/16 möglich, die Anlage zu restaurieren, teilweise neu zu gestalten – beispielsweise die alten Betonplatten des Podestes durch Granitplatten zu ersetzen – und insgesamt besser in das Stadtbild einzupassen. Die Neufassung wurde mit der russischen Botschaft in Berlin abgestimmt.

Das Ehrenmal hat über die politische Bedeutung im Zusammenhang mit dem Ende des 2. Weltkrieges hinausgehend den Charakter einer Kriegsgräberstätte, damit den einer Friedhofsanlage.

Vor der Gestaltung der Fläche als Ehrenmal befand sich hier die Anlage des Kriegerdenkmals „UNSERN HELDEN 1914 – 1918“ mit einem überlebensgroßen Soldaten auf einem Sockel, im Uniformmantel, mit Stahlhelm und vor sich aufgestütztem Gewehr.

 

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