Barth - Lexikon

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Silberschmiede

Über die Geschichte der Gold- und Silberschmiede in Barth liegen bisher nur wenige Informationen vor. In den ergänzenden Texten zur Wichmannschen Chronik von Barth wird für 1821 von zwei Goldschmieden in der Stadt berichtet. Zudem ist bekannt, daß es im letzten Viertel des 18. Jhs. in Barth einen Gold- oder Silberschmied mit den Initialen A. I. R. gab, von dem in Rügenschen Kirchen einiges auf diese Weise signierte Abendmalsgerät bekannt ist:
Gingst: silberne Oblatendose, dat. 1777; Kasnevitz: silberne, vergoldete Patene, 1778; Samtens: silberner Krankenkelch, Ende 18. Jh.; Vilmnitz: silberne Oblatendose, Ende 18. Jh.

Alle Gegenstände weisen neben der Meistermarke „AIR“ auch das offizielle Barther Beschauzeichen auf, eine vereinfachte Darstellung des Stadtwappens, das ein vom Rat bestallter Meister neben die Meistermarke einschlug und damit den Silberfeingehalt amtlich verbürgte.

Literatur:
Die Kunstdenkmale des Kreises Rügen. Bearb. von Walter Ohle und Gerd Baier. Leipzig 1963 (Die Kunstdenkmale im Bezirk Rostock)

Bild:
Das städtische Barther Beschauzeichen (oben) und die Signatur des Barther Meisters A.I.R. (unten)

 

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