Barth - Lexikon

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Divitz

Ortsteil der Gemeinde Divitz-Spoldershagen im Amt Barth.

Divitz spielte als Adelssitz im Land Barth eine große Rolle. Schon im 13. Jh. sind mehrfach Herren von Divitz als Vasallen der Fürsten von Rügen namentlich bekannt. Anfang des 14. Jh. war ein Nikolaus von Divitz Marschall des letzten Rügen-Fürsten Witzlaw III. Das heute in wichtigen Teilen erhaltene, von einem Graben umgebene Wasserschloß geht auf eine slawische Wehranlage, möglicherweise auch in der Funktion als Fluchtburg zurück, die nach der deutschen Besiedlung in die Hand wechselnder Rittergeschlechter gelangte. Die Wasserburg, eine der wichtigsten und stärksten Befestigungsanlagen des festländischen Teils von Rügen, wurde seit dem 13. Jh. erbaut. Der erhaltene zweigeschossige Nordflügel stammt aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts. Im 18. Jahrhundert erfolgte der Umbau des Herrenhauses im barocken Stil. Der Bau des Ostflügels stammt aus der Zeit zwischen 1729 und 1743. Dabei entstanden auch die Wappen der Familie von Lilienstedt und von Krassow.

Als älteste, hier ansässige Familien werden die von Krakevitz, von Divitz, von Moltke und von Vitzen genannt. Von 1480 bis 1625 war die Burg im Besitz der Familie von Krakevitz, nach deren Aussterben ging sie an die Herzöge von Pommern, später in Privatbesitz.

Der südlich des Schlosses befindliche Landschaftsgarten entstand 1820 bis 1830 unter dem Grafen von Krassow durch den preuß. Hofgärtner Gustav Meyer. Zu dessen Rittergütern gehörten auch Spoldershagen, Frauendorf, Wobbelkow, Gäthkenhagen und Martinshagen.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Herrenhaus als Wohnhaus genutzt. Nach der Wende wurde es verlassen, mehrfach verkauft und ist nunmehr akut vom Verfall bedroht.

Im Ortsteil Divitz befindet sich teilweise der Ostseeflughafen Stralsund-Barth.

 

 

Damgarten
Dammtor
Danckwardt, Joachim Gottfried
Denkmale
Dierling, Nikolaus
Divitz
Divitz-Spoldershagen
Donnerkeil
Douzette, Louis